Infobrief 1/2022 der CDU OU - Vorhelm

11.01.2022, 10:40 Uhr

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Vorhelm,

mit dem 1. Dorfbrief aus Vorhelm im Jahr 2022 wünschen wir Ihnen zunächst alles Gute für das neue Jahr – insbesondere Gesundheit. „Bleiben Sie gesund“, das hört man in diesen Corona-Zeiten immer häufiger. Um unsere Gesundheit und die Versorgung mit lebensnot- wendigen Medikamenten geht es auch in diesem Dorfbrief.

Auf Grund des Inhaberwechsels haben wir uns am 1.12.2021 bei Frau Iris Wiesendahl, die mehr als 35 Jahre die Augustin-Wibbelt-Apotheke geleitet hat, herzlich bedankt und die neue Inhaberin, Frau Nicola Bußmann, begrüßt und willkommen geheißen.

Frau Bußmann war so freundlich, unsere Fragen über die Zukunft Ihrer Apotheke zu beantworten.

Hier ist das Interview:

Frau Bußmann, wir sind Ihnen dankbar, dass Sie die Vorhelmer Apotheke übernommen haben und somit auch in Zukunft die Arzneimittelversorgung bei uns sichergestellt ist. Wie bei jedem Inhaberwechsel gibt es natürlich Veränderungen: Fangen wir mit dem (Unternehmens-)Namen an: Ist die neue Apothekenbezeichnung, bestehend aus Ihrem Namen und aus dem Nachnamen des bekannten Vorhelmer Dichters Augustin Wibbelt, ein Hinweis auf Ihre persönliche Verantwortung und auf den berühmten Heimatdichter?

Ich gehöre der Kooperation der „starken-Apotheken“ an. Bei den Mitgliedern ist es üblich den eigenen Nachnamen und einen Bezug zum Ort der Apotheke herzustellen. Also habe ich meinen Nachnamen dem Namen Wibbelt vorangestellt, da sich die Apotheke im „Wibbeltdorf“ befindet und somit eine Brücke zwischen Tradition und Moderne geschlagen.

Herr Matthias Bußmann besitzt mehrere Apotheken in Ahlen und jetzt haben Sie eine Apotheke in Vorhelm übernommen. Viele Dorfbewohner glauben, dass Sie miteinander verwandt sind. Könnten Sie uns etwas zu der Namensgleichheit sagen?

Da gibt es keinerlei familiäre Verbindungen zwischen Herrn Bußmann und mir. Als ich mich aber vor mehr als acht Jahren bei ihm um einen Arbeitsplatz beworben habe, hat er mich sofort eingestellt. Ich glaube, da war eher meine Qualifikation als mein Name ausschlaggebend. Deshalb wurde ich gleich innerhalb der Apothekengruppe in leitenden Funktionen eingesetzt.

Gemeinsam sind wir stark – diese Erkenntnis gilt auch für Apotheken. Sind Sie deshalb dem örtlichen Zusammenschluss von Apotheken mit dem Namen „...die starken Apotheken“ beigetreten?

Ich durfte das Konzept „der starken Apotheken“ während meiner Tätigkeit bei Herrn Bußmann ausgiebig kennenlernen. Die totale Kundenorientierung mit dem Sammeln der Bussi-Stempel, dem Botendienst, der eigenen Zeitung etc. hat mich überzeugt, so dass für mich sehr früh feststand, dass auch meine eigene Apotheke eine „starke Apotheke“ wird.

Aufgrund der Kooperation können Sie durch die bestehenden Rahmenverträge günstigere Einkaufskonditionen erzielen. Geht damit auch eine Aufstockung des Warenlagers (für häufig nachgefragte Medikamente) einher, damit an Ihre Kunden das Gros der rezeptpflichtigen Verschreibungen sofort ausgehändigt werden kann?

Unser Ziel ist es, fast 100% der nachgefragten Packungen beliefern zu können. Um die Nachfrage genau zu ermitteln, setze ich eine neue leistungsfähige EDV-Anlage ein. Aber auch diese braucht einige Zeit, um unser gesetztes Ziel zu erreichen. Wir haben über diese EDV aber auch Einblick in die Warenlager anderer starker Apotheken in Ahlen und Beckum. Das bedeutet, dass wir in insgesamt sieben Apotheken nachschauen können, ob ein dringend benötigtes Medikament vorrätig ist, welches wir dann ganz kurzfristig besorgen und mit unserem Botendienst dem Kunden nach Hause liefern können. Für uns und unsere Kunden hat die enge Zusammenarbeit der starken Apotheken untereinander also viele Vorteile.

Beabsichtigen Sie, künftig nicht nur Medikamente herzustellen und nach kompetenter Beratung abzugeben, sondern darüber hinaus auch weitere Leistungen anzubieten, wie z. B. Corona-Tests und – nach Zulassung – Impfungen gegen die Corona-Virus- erkrankung durchzuführen?

Ich würde sehr gerne weitere pharmazeutische Dienstleistungen wie Coronatestungen oder auch Impfaktionen anbieten. Jedoch schränkt uns die personelle Situation momentan sehr stark ein, da ich nur drei Mitarbeiterinnen von meiner Vorgängerin übernehmen konnte. Wenn unter den Lesern also motivierte PTAs, PKAs oder Apotheker:innen sind, die Lust auf ein junges Team in einer modernen Apotheke haben, freue ich mich über jede Bewerbung.

Frau Bußmann, wir danken Ihnen herzlich für das Interview.

Zum Schluss
Das neue Jahr sieht mich freundlich an,
und ich lasse das alte mit seinem Sonnenschein und Wolken ruhig hinter mir.
Johann Wolfgang von Goethe