Drogenberatung: Steigender Bedarf durch Pandemie

Besuch von der CDU an der Königstraße

23.09.2022, 11:44 Uhr
Vertreter der CDU besuchten die Ahlener Drogenberatungsstelle (v.l.): Heinz Günnewig, Christoph Aulbur, Peter Lehmann, Ralf Marciniack, Sandra Kreutz, Reinhard Genderka, Barabara Buschkamp, Klaus Vorbrink, Inga Möllenhoff und Christoph Kurzbuch. (CDU)
Vertreter der CDU besuchten die Ahlener Drogenberatungsstelle (v.l.): Heinz Günnewig, Christoph Aulbur, Peter Lehmann, Ralf Marciniack, Sandra Kreutz, Reinhard Genderka, Barabara Buschkamp, Klaus Vorbrink, Inga Möllenhoff und Christoph Kurzbuch. (CDU)

 

Gleich mehrere Mitglieder des Fraktionsvorstands der CDU sowie die Vertreter in den sozialpolitischen Ausschüssen konnte Geschäftsführer Christoph Kurzbuch sowie Beraterin Inga Möllenhoff in der Geschäftsstelle der Drogenberatung (Drobs) in Ahlen begrüßen: Auf dem Programm stand ein umfangreicher Austausch über die Arbeit des Vereins und über Herausforderungen.

„Die Pandemie hat die Zahlen der betreuten Personen nur kurzzeitig sinken lassen“, erläuterte Christoph Kurzbuch den auf den ersten Blick gar nicht so negativen Rückgang der Betreuungszahlen im Jahresbericht der Drobs.

„Wir erwarten für 2022 und die kommenden Jahre stark ansteigende Zahlen.“ Der Rückgang sei vor allem dem Umstand geschuldet, dass im Pandemieverlauf die Covid-19-bedingten Kontaktbeschränkungen auch vonseiten der Beratungsstelle umgesetzt werden mussten, heißt es in einer Pressemitteilung.

Beraterin Inga Möllenhoff geht dabei von einer enormen Dunkelziffer im Bereich der suchtkranken Personen in Ahlen aus, welche eine Beratung dringend nötig haben. „Meine Erfahrungen als Polizeibeamter kann die Vermutung nur bestätigen“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Peter Lehmann. „Wir müssen die enormen Schäden der Pandemie und auch ihrer Bekämpfung dringend angehen.“

Kleinere, engagierte und stark auf Eigeninitiative setzende Träger wie der Arbeitskreis Jugend- und Drogenberatung im Kreis Warendorf seien da ein wichtiger Anknüpfungspunkt – nicht nur in der Suchtberatung, sondern auch in der klassischen Jugendhilfe.

„Wir engagieren uns vielfältig – neben dem Beratungsgeschäft für einen deutlich dreistelligen Klientenkreis betreiben wir das Café ,Drauf und Dran?, Sanitäranlagen und eine Kleiderkammer“, erläuterte Inga Möllenhoff. Weiterhin beherberge das Haus die Fachstelle für Suchtvorbeugung, ein umfangreiches Angebot, was unter anderem mit dem Alkoholparcours verbunden werde. Daneben biete man einen wichtigen Zweig für Kinder mit suchtkranken Angehörigen an, so zum Beispiel das Programm „Fitkids“.

Gerade diese Initiative fand großen Anklang unter den Christdemokraten, welche hierfür eine Spendensammlung planen. „Wir haben hohe Achtung vor der Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen“, betonte Peter Lehmann vor dem Hintergrund des eher geringen Etats und der Verfügbarkeit von nur 2,5 Stellen in der Beratung. Neben einer hohen fachlichen Qualität lebe die Drogenberatung einen eigenverantwortlichen Ansatz. „Dafür ist der vom Stadtrat für die Jahre 2021 bis 2025 beschlossene jährliche Betriebskostenzuschusses in Höhe von 34 500 Euro absolut notwendig“, betonte Kurzbuch, welcher sich überaus erfreut über den Besuch der politischen Gäste zeigte, wie es abschließend heißt.