CDU-Gespräch mit dem neuen Stadtwerke-Chef

31.08.2020 | Christian Wolff | Ahlener Zeitung
Rita Pöppinghaus-Voss, Dr. Alfred Kruse (Stadtwerke-Geschäftsführer), Peter Lehmann (CDU-Fraktionschef), Ralf Marciniak, Barbara Buschkamp und Ralf Kiowsky (Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Ahlen)
Rita Pöppinghaus-Voss, Dr. Alfred Kruse (Stadtwerke-Geschäftsführer), Peter Lehmann (CDU-Fraktionschef), Ralf Marciniak, Barbara Buschkamp und Ralf Kiowsky (Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Ahlen)

 

Kruse will alternative Techniken forcieren


Welche Ziele sieht der neue Geschäftsführer der Ahlener Stadtwerke als vorrangig an? Dieser Frage stellte sich Dr. Alfred Kruse jetzt bei einem Besuch der CDU-Ratsfraktion. Dabei kamen auch alternative Techniken zur Sprache, denen sich der Versorger bereits seit einigen Jahren widmet.

In der Findungskommission, die den Personalvorschlag für die Neubesetzung des Geschäftsführerpostens verantwortete, hatte CDU-Vertreter Ralf Marciniak dem Nachfolger von Hans Jürgen Tröger bereits auf den Zahn gefühlt. „Nachdem sowohl Aufsichtsrat, Gesellschafterversammlung sowie der Rat der Stadt Ahlen Grünes Licht gegeben haben, war unser Ziel als Fraktion, Herrn Dr. Kruse noch besser kennenzulernen und seine Visionen für die Stadtwerke ausführlich zu diskutieren“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Peter Lehmann zum Antrittsbesuch.

„Mein Fokus wird darauf liegen, die Stadtwerke Ahlen sowohl im Bereich der Energieversorgung als auch in der Digitalisierung des Stadtgebiets in die Zukunft zu führen“, bekannte der Stadtwerke-Geschäftsführer, nachdem er zunächst seinen Werdegang vorgestellt hatte. Als promovierter Maschinenbauer hat er bereits zahlreiche Erfahrungen mit kommunalen Versorgungsunternehmen, insbesondere im Energiebereich. Eine Zeit lang verfügte der 57-Jährige gebürtige Dortmunder sogar über eine Börsenlizenz für den Energiehandel. „Eigene Erfahrungen an den Energiemärkten sind natürlich für den Geschäftsführer eines kommunalen Versorgers sehr begrüßenswert“, fasste Martin Hegselmann zusammen.

In der anschließenden Diskussion betonte Dr. Alfred Kruse ausdrücklich den Vorteil eigener Stadtwerke, an denen die Stadt Ahlen nach wie vor Mehrheitseigner ist: „Die Bürger merken durchaus, ob die Stadtwerke sich der Kommune und ihren Bewohnern verpflichtet fühlen oder nur ein Anbieter unter vielen sind.“

Für Ahlen strebt Kruse eine verbesserte Infrastruktur für alternative Antriebstechniken an. Dazu gehört vor allem ein besseres Angebot an E-Ladesäulen. „Auch der Einsatz von Wasserstoff bleibt im Blick“, so der Stadtwerke-Chef.