Harman strebt Landtagsmandat an

01.10.2021, 12:16 Uhr | Text&Bild: Christian Wolff | WN
CDU-Stadtverbands- und Fraktionschef Peter Lehmann (r.) zieht seine Absichten, für den NRW-Landtag zu kandidieren, zurück. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Ralf Marciniak (l.) präsentiert er jetzt Matthias Harman als Kandidaten für den Landtag.
CDU-Stadtverbands- und Fraktionschef Peter Lehmann (r.) zieht seine Absichten, für den NRW-Landtag zu kandidieren, zurück. Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Ralf Marciniak (l.) präsentiert er jetzt Matthias Harman als Kandidaten für den Landtag.

CDU: Peter Lehmann zieht seine Absichten zurück

AHLEN Personelle Neuausrichtung bei den Christdemokraten: Peter Lehmann hat am Mittwochabend vor seinen Ahlener Fraktionskollegen erklärt, dass er als Landtagskandidat für den Kreis Warendorf nicht zur Verfügung steht. Mit Matthias Harman präsentiert die CDU der Öffentlichkeit am Tag darauf gleich einen Nachfolger.

„Wir sind zu dem Schluss gekommen: Als größter Stadtverband im Kreis haben wir den Anspruch, einen Landtagskandidaten zu stellen“, erklärt Lehmann im Pressegespräch.Was seinen Rückzug vom Ziel Landtag angehe, nennt er familiäre und berufliche Gründe. „Ich strebe derzeit an, mich für einen Direktorenposten bei der Polizei zu bewerben“, so der Fraktions- und Stadtverbandschef. Da sei es nur klug und richtig, die politische Arbeit weiterhin auf Ahlen zu konzentrieren und keine weiteren auswärtigen Aufgaben zu übernehmen.

Mit Matthias Harman, Parteimitglied seit 2009, hat Lehmann einen motivierten Nachfolger gefunden. „Ich bin im Lockdown viel spazieren gegangen und habe darüber nachgedacht, ob ich das machen will“, sagt der 41-jährige Familienvater. Das jüngste Wahlergebnis habe ihn bestärkt, auf breiterer Basis aktiv zu werden: „Jetzt gilt es, den Menschen hier im Südkreis und im Land wieder eine Orientierung zu geben. Sie sollen wiedererkennen, wer die von ihnen gewählten Mandatsträger sind.“ Ein weiterer Grund liege ihm persönlich sehr am Herzen: „Ich möchte den Bürgern aufzeigen, warum ich damals mit der Politik angefangen bin. Es ging um das Miteinander. Wir hatten Verbindungen zum Menschen. Es kann doch nicht sein, dass ein Jugendlicher mit Kippa verprügelt wird. Es kann nicht sein, dass ich mich rechtfertigen muss, weil ich mich impfen ließ. Ich finde es sehr schade, dass wir selbst im Bundestag und Landtag Parteien haben, die es geschafft haben, unser Volk zu spalten.“ Harman sagt, er setze darauf, wieder mehr miteinander zu sprechen, aufeinander zuzugehen. „Dazu will ich meinen Beitrag leisten.“