Antrag der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Ahlen im Rahmen der Haushaltsplanberatungen

19.11.2021, 15:02 Uhr

 

Die Verwaltung wird beauftragt, bis zur Sommerpause 2022 dem Rat ein Konzept zur klimafreundlichen Quartiersentwicklung zur Entscheidung vorzulegen. Damit ist sichergestellt, dass ggf. erforderliche Haushaltsmittel in den Haushalt 2023 eingestellt werden können.


Anmerkung
Aus Sicht der CDU-Fraktion handelt es sich bei diesem Antrag um einen haushaltsrelevanten Antrag, da es sich um die Festlegung bzw. Ergänzung eines strategischen Zieles aus dem Haushaltsvorbericht zum Haushaltsplanentwurf 2022 handelt. Mit der Annahme des Antrages werden Zeitkontingente der Verwaltung in Anspruch genommen. Gleichzeitig sind haushaltsrelevante Auswirkungen auf den Haushalt 2023 zu erwarten.

Begründung
Um das Ziel der CO2-Neutralität der Stadt Ahlen bis zum Jahre 2030 zu erreichen ist es erforderlich, auch im Bereich der Quartiersentwicklung verstärkte Klimaschutzaktivitäten umzusetzen.

Daher sind folgende Projekte anzustreben:
  • Erprobung und Umsetzung innovativer Ansätze in der Quartiersentwicklung für gewerbliche Bauten, Wohnen, Neubau und Bestand.

  • Initiierung eines Projektes Klimasiedlung Ahlen. Vorzugsweise handelt es sich um eine Quartiersentwicklung im Zusammenhang mit einer Wiedernutzung von Brachflächen oder besonderer Lagegunst beim ÖPNV. Bei allen Maßnahmen sollen daher hohe energetische, ökologische und klimaschonende Standards verpflichtend werden.

  • Modellhafte Sanierung und Modernisierung im Bestand unter Einbeziehung der Öffentlichen Wohnraumförderung. Hier soll ebenfalls beispielhaft ein Projekt umgesetzt werden, das neben der Bausubstanz auch das engere Wohnumfeld sowie unter anderem Themen der Nahmobilität enthält.

  • Im ganzen Stadtgebiet soll die energetische Sanierung von Wohngebäuden vorangetrieben werden. Dabei stehen Kampagnen im Vordergrund, die die Eigentümer informieren und motivieren wollen, in die Energieeffizienz und Werterhaltung ihrer Gebäude zu investieren und dabei die umfangreichen Fördermöglichkeiten, u.a. von der KfW zu nutzen. In diesem Zusammenhang wird auch die Kooperation mit Architektenschaft und Handwerk intensiviert, um sie für die Aufgaben der Sanierung besser zu schulen, sie in die Kampagnen einzubinden und insgesamt die Qualität von Sanierungsmaßnahmen zu erhöhen.

  • Die Vorteile von Dachbegrünungen sind bekannt und wissenschaftlich belegt. Ziel ist es, durch die Aktivierung von Eigeninitiative und durch die Unterstützung von Selbsthilfevorhaben eine Standortaufwertung zu erreichen. Es soll im Rahmen einer Klimaoffensive verstärkter auf bestehende Förderprogramme aufmerksam gemacht werden.


gez. Peter Lehmann
(Vorsitzender)