CDU Ahlen wählt Führungsteam

v.l. Markus Höhner (MdL), Nick Drewer, Sophie Seiler, Lars Köhler, Bürgermeister Matthias Harman, Martin Hegselmann, Vorsitzender Christoph Aulbur und Heiko von Glinski. Es fehlt: Philip Terbrackv.l. Markus Höhner (MdL), Nick Drewer, Sophie Seiler, Lars Köhler, Bürgermeister Matthias Harman, Martin Hegselmann, Vorsitzender Christoph Aulbur und Heiko von Glinski. Es fehlt: Philip Terbrack

Christoph Aulbur neuer Chef der CDU

Neuwahlen beim CDU-Stadtverband Ahlen

Der Stabwechsel ist vollzogen. Und Christoph Aulbur ließ gleich zu Beginn durchblicken, dass es ihn „durchaus mit einer gewissen Verantwortungsschwere“ erfülle, mit seinen 28 Jahren am Rednerpult zu stehen und für den Vorsitz der stärksten politischen Partei in Ahlen zu kandidieren. Mit einem Ergebnis von 81 Prozent der Stimmen übernimmt er nun das Erbe seines Vorgängers Peter Lehmann.

Die Versammlung im Saal des Gasthauses Quante war trotz sengender Hitze und dank moderner Klimatechnik ausgesprochen gut besucht. In den Reihen fanden sich neben zahlreichen erfahrenen Parteimitgliedern auch viele Vertreter der „Nachwuchsgarde“, die zum Teil erst vor wenigen Monaten ihr Bekenntnis zur christdemokratischen Politik unterzeichnet hatten. „Das zeigt, wie gut wir aufgestellt sind“, meinte Henrich Berkhoff, der den Rechenschaftsbericht für den scheidenden Vorsitzenden Peter Lehmann übernahm. Dabei richtete er den Blick noch einmal auf die Wahlerfolge der vergangenen Jahre und die lokalen politischen Wegmarken.

Daneben wurden auch die weiteren Karten im CDU-Stadtverband neu gemischt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden Nick Drewer und Philip Terbrack gewählt. Die weiteren Posten besetzen Julius Koßmann (Geschäftsführer), Sophie Seiler (stellvertretende Geschäftsführerin), Heiko von Glinski (Schriftführer), Martin Hegselmann (Schatzmeister) und Lars Köhler (Mitgliederbeauftragter).

Dem Vorstand zur Seite steht erneut eine größere Zahl von Beisitzern: Julian Berkhoff, Thomas Klotz, Dietmar Kupfernagel, Ann-Sophie Pachal, Jan Henrik Peters, Nils Rittmeier, Alexandra Sehlmann, Jürgen Seiler und Chiara Schwippe. Zum neuen Kassenprüfer wurde Peter Schmies bestimmt.

Christoph Aulbur betonte in seiner Bewerbungsrede: „Unser Auftrag ist nicht das Abhalten von sicher notwendigen Sitzungen und Formaltreffen. Das Grundgesetz verlangt von uns Mitwirkung an der politischen Willensbildung des Volkes. Und das heißt Debatte in ihrer vollen Breite. Offen, energisch und ohne Denkverbote – und gleichzeitig diszipliniert und konzentriert.“

Die Herausforderungen, die seine Partei in den kommenden Jahren erwarten, könnten nur mit einer breiten Beteiligung der Parteibasis gelöst werden. Dies setze Offenheit für Kritik und neue Ideen voraus. Aber auch mit Mitgliederentscheiden und der Einbeziehung von Stimmen außerhalb der Partei kann sich der neue Vorsitzende durchaus anfreunden. Sein Ziel sei in jedem Fall die breite Einbeziehung der Basis.

Dabei erinnerte Aulbur daran, wie oft dieses schon funktioniert hat: „Eine erfolgreiche Gewerbeentwicklung nach dem Niedergang der Zeche. Sportliche Erfolge, die eine Stadt unserer Größe nur mit überragendem Engagement erreichen konnte. Die Bewältigung des Hochwassers im Südosten. Und letztlich der Bürgerentscheid, bei dem erst der Bürger als Souverän die lange Diskussion um das Rathaus beendet hat.“

Mit dem Redebeitrag des Kreisvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Markus Höner wurde der Bogen noch einmal weiter gespannt. Von Ahlen aus ging es in die Landes- und Bundespolitik, aber auch um grundsätzliche Fragen des gesellschaftlichen Miteinanders. „Wer die CDU in eine faschistische Ecke stellt, sendet ein falsches Signal“, sagte er. Wenn auf Veranstaltungen lieber die Internationale als die Nationalhymne gesungen werde, laufe etwas falsch.

Bild&Text: Christian Wolff/WN